Gelbes Licht 1
von nachwievor292
Perfekt steht alles. So, wie in den guten alten Tagen, von denen man immer schwärmt. Ganz hinten, fast eine Einladung, nein: eine Provokation. Also ran an das Teil. Die Vorbereitung verläuft routiniert, anschauen, essen, Plätze und Aufgaben verteilen, nochmal die Blase leeren, alles gegenchecken, die Schuhe nochmal fest binden (wichtig! Immer die Schuhe nochmal fest binden!) und das Auto passend abstellen. Alles die Erfahrungen der teilnehmenden Personen zusammengenommen einige hundert mal gemacht, vielleicht auch tausend. Oft genug für das richtige Maß an Routine und Wachsamkeit. Die Umgebung nochmal ablaufen, dann: Von der Straße verschwinden, vom Gebüsch und Grundrauschen verschluckt werden. In diesen Fransen der Stadt geht es zum Objekt, das eingegangene Risiko schlägt nicht zu. Nun sind die Teilnehmer keine Personen mehr, vielmehr Halbgestalten, vermummt, wach, kalt an den Augen. Sie laufen das Objekt ab, nehmen die zugeteilten Plätze ein und beginnen mit den zugeteilten Aufgaben. Schnell hängt der Nebel zäh im gelben Licht zwischen Dachkante und Oberleitung.
